Vor Ort
1. NSG Rantumbecken, Sylt.
2. NSG Amrum-Odde.
3. Hauke-Haien-Koog .
4. Hallig Habel.
5. Hallig Norderoog.
6. Norderoogsand.
7. Hallig Südfall.
8. Helgoländer Felssockel.
9. Lummenfelsen Helgoland.
10. Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer.
11. NSG Oehe-Schleimünde.
12. Insel Möwenberg.
13. NSG Greifswalder Oie.
14. NSG Insel Görmitz.
15. NSG Schwarztonnensand.
16. NSG Asseler Sand.
17. Haus der Natur.
18. Ahrensburger Tunneltal.
19. NSG Höltigbaum.
20. NSG Hoisdorfer Teiche.
Norderoog-Sand (NP SH)
Der Norderoogsand ist einer der großen drei Außensände Nordfrieslands in der Schutzzone I des Nationalparks "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer".
Die Außensände Japsand, Norderoogsand und Süderoogsand befinden sich ca. 25 km vom Festland entfernt und sind den Inseln und Halligen südlich von Sylt vorgelagert. Den Inseln dienen sie daher als natürlicher Wellenbrecher.
Der Norderoogsand ist der mittlere der drei Außensände. Seinen Namen hat der Sand von der Hallig Norderoog, der er direkt vorgelagert ist. Er ist 1-2,5 km breit und ca. 5,7 km lang. Im Süden sind noch wenige Pfahlreste einer einstigen Schutzbarke zu finden.
Seit wenigen Jahren lässt sich eine spektakuläre Neuentwicklung beobachten! Im Nordteil des absolut flachen Sandes entstand eine Dünenlandschaft! Seit 1999 enstand aus einzelnen Primärdünen ein beständiger Dünenbereich, mit kleinen Dünen von 1,50-1,80 m Höhe. Dieser Prozess ist der geringen Anzahl von Winterstürmen mit hohen Wasserständen in mehreren aufeinander folgenden Jahren zu verdanken. Der mittlere und südliche Teil des Sandes scheint in den letzten Jahren dagegen mehr abgetragen zu sein, da diese Bereiche schon bei höher auflaufenden Fluten unter Wasser stehen.
Die neu entstandene Dünen im Nordteil des Norderoogsandes sind inzwischen als Brutgebiet von der seltenen Zwergseeschwalbe, des Austernfischer und von Möwen angenommen worden. Damit steigt die ökologische Bedeutung des Norderoogsandes enorm. Es besteht die Hoffnung, das auch die seltene Brandseeschwalbe diese Dünen als Brutplatz für sich entdecken wird. Sie ist Brutvogel der benachbarten Hallig Norderoog und brachte aufgrund ihrer Seltenheit (lediglich 4 Brutplatze an der Deutschen Küste) die Hallig Norderoog zu ornithologischen Ruhm.
Der Norderoogsand ist, wie auch die anderen Außensände, wichtiges Ruhe- und Rastgebiet für Robben und Seevögel, für letztere insbesondere zu Zeiten des Vogelzuges. Wenn sich im Herbst und Frühjahr mehr als 50.000 Zugvögel im Wattenmeer aufhalten, rastet der größte Teil von ihnen bei Hochwasser auf den Außensänden!
