Vor Ort
1. NSG Rantumbecken, Sylt.
2. NSG Amrum-Odde.
3. Hauke-Haien-Koog .
4. Hallig Habel.
5. Hallig Norderoog.
6. Norderoogsand.
7. Hallig Südfall.
8. und 9. Helgoland.
10. Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer.
a. Neuwerk.
b. Düneninsel Scharhörn.
c. Düneninsel Nigehörn.
11. NSG Schleimündung.
12. Insel Möwenberg.
13. NSG Greifswalder Oie.
14. NSG Insel Görmitz.
15. NSG Schwarztonnensand.
16. NSG Asseler Sand.
17. Haus der Natur.
18. Ahrensburger Tunneltal.
19. NSG Höltigbaum.
20. NSG Hoisdorfer Teiche.
21. Galenbecker See.
Düneninsel Nigehörn (NP HH)
Viele Besucher auf dem Neuwerker Leuchtturm rieben sich im Jahr 1989 die Augen und fragten sich, was Bagger und lange Rohre im Watt vor Scharhörn zu suchen hatten. Das Erstaunen wurde noch größer, als sie hörten, dass dort eine Insel – nur für Vögel – entstehen würde – das jüngste Eiland des Wattenmeeres – ausschließlich zu Zwecken des Naturschutzes. In nur fünf Wochen spülte ein Saugbagger 1,2 Millionen Tonnen Sand aus einem Priel durch eine Rohrleitung auf die Sandbank südwestlich der Düneninsel Scharhörn. Auf diesem hoch gelegenen und daher strömungsarmen Bereich sollte Nigehörn die bedrohten Brutplätze auf der Nachbarinsel ergänzen bzw. notfalls ersetzen. Durch die Aufspülung wurden langfristig die Brut- und Rastplätze der Seevogelwelt in der Elbmündung gesichert.
Die natürliche Dünenbildung wurde durch das Ausbringen von Zäunen aus trockenem Buschwerk und Anpflanzungen von Dünengräsern, die den Flugsand einfangen, unterstützt.
Seit der Aufspülung bleibt Nigehörn der ungestörten Entwicklung überlassen. Um dies zu gewährleisten, gilt striktes Betretungsverbot. Nur der Scharhörner Vogelwart und ein Beauftragter der Nationalpark-Verwaltung sammeln im Rahmen eines seit dem Jahr 2000 bestehenden Umweltbeobachtungsprogramms in regelmäßigen Abständen Daten zur Vogelwelt und Lebensraumentwicklung; außerdem findet regelmäßig ein Spülsaummonitoring nach angespülten toten Vögeln statt, wobei das Augenmerk vor allem auf Öl- oder Müllopfern liegt.
Diese künstlich erschaffene Insel, welche inzwischen eine Größe von 58,75 ha erreicht hat, wird von Brut- und Rastvögeln sehr gut angenommen. Gäste, die von Neuwerk aus den Vogelwart auf Scharhörn besuchen, werden über die Geschichte und Eigenarten der Insel, aktuelle Probleme und Erkenntnisse im naturkundlichen Bereich und über seine ungewöhnlichen Tätigkeiten auf der Platte informiert.
