Sie sind hier: Vor Ort > 1. NSG Rantumbecken, Sylt > Vogelleben und mehr > 
DeutschEnglishFrancais
24.5.2013 : 10:44 : +0200

Vogelleben und mehr

Ein Besuch des Rantumbeckens lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Der ca. 9 km lange Rundweg auf dem Deich bietet beeindruckende Einblicke in das  568 ha große Wasservogelreservat. Im Norden befindet sich ein süßwassergeprägter Bereich mit Wiesen, Schilfbereichen und mehreren Teichen. Der wesentlich größere südliche Teil ist über ein Siel mit der Nordsee verbunden, so dass sich hier unterschiedliche Salzwasserlebensräume entwickelt haben. So gibt es zahlreiche Brutmöglichkeiten für mehr als 30  See- und Wasservogelarten. Über 10 Enten- und Gänsearten brüten hier, wie Brandgans und Löffelente. Feldschwirle, Rohrsänger und Rohrweihen brüten in den weiten Schilfflächen. Vor allem im westlichen Bereich, in denen das Schilf weiter verlandet, brüten auch viele aus Wald, Parks und Gärten bekannte Singvögel. Auf den Landzungen und Inseln in dem großen Becken brüten Lach- und Silbermöwen. Auch Säbelschnäbler und Küstenseeschwalben suchen die fuchssicheren, künstlichen Brutinseln im Südosten des Rantumbeckens auf. Auf den Wiesen brüten Kiebitze, Rotschenkel und Bekassinen.

Darüber hinaus ist das Rantumbecken ein bedeutendes und relativ ungestörtes Nahrungs- und Rastgebiet für Zehntausende von Vögeln, insbesondere während des Vogelzugs. Ein beeindruckendes Erlebnis sind die Einflüge der Watvogelschwärme im Herbst. Sind die Knutts, Alpenstrandläufer und Rotschenkel bei Niedrigwasser im Wattenmeer auf Nahrungssuche, so fliegen sie ca. zwei Stunden vor Hochwasser in Schwärmen über den Ostdeich in das Rantumbecken hinein. Hier rasten sie während des Hochwassers, um wieder rauszufliegen, sobald das Meer den Wattboden freigegeben hat. Als Wintergäste sind vor allem verschiedene Entenarten, wie Spieß- und Schellenten zu beobachten.